Sauerteig-Rosinenbrot (Raisin Bread) – Sauerteig-Rezept & Anleitung

Ein leicht süßes Sauerteigbrot mit saftigen Rosinen. Schritt-für-Schritt-Zeitplan, Tipps für gleichmäßige Früchteverteilung und Techniken, um klebrigen Teig zu vermeiden.

Auf einen Blick

Schwierigkeit
mittel
Aktive Zeit
45 Minuten
Gesamtzeit
18–24 Stunden
Ergibt
1 Laib (ca. 800–900 g)

Ein dezent süßes Sauerteigbrot mit in Flüssigkeit eingelegten Rosinen, die in einen angereicherten Teig eingearbeitet werden. Lange, kühle Fermentation verstärkt das Aroma und hält die Krume zart, während die Früchte prall bleiben. Die hier beschriebene Technik minimiert das Absinken der Früchte und das Risiko von Übergare [1][2].

✓ Eingeweichte Rosinen für gleichmäßige Textur ✓ Option zur kalten Stückgare für Geschmacksentwicklung ✓ Ausgewogene Hydration hält die Krume, erlaubt aber Fruchtverteilung

Nicht geeignet wenn:

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Zutaten

Wiege alle Zutaten mit einer Küchenwaage. Mit Gewichten erreichst du vorhersehbare Hydration und gleichmäßige Ergebnisse [1].

Zutat Menge % Notiz
Weizenbrotmehl 420g 84% Starkes Weißmehl für offene Krume
Vollkorn-Weizenmehl 80g 16% Gibt Tiefe und Farbe
Wasser 320g 64% Zimmertemperatur; Hydration des Endteigs
Aktiver Sauerteig (100% Hydration) 100g 20% Spitzenaktivität, 4–8 Stunden nach Fütterung
Salz 10g 2%
Zucker oder Honig 30g 6% Optional: milde Süße und bessere Krustenfarbe
Ungesalzene Butter 30g 6% Zimmertemperatur, eingeknetet für Zartheit
Rosinen 150g 30% In warmem Wasser oder Rum 20–30 Minuten einweichen, abtropfen lassen
Milch (zum Einweichen) oder Wasser nach Bedarf Optional: Rosinen zu gleichen Teilen in Milch einweichen für reicheren Geschmack

Zeitplan

Wochenend-Version

Morgens mischen und am selben Tag backen

Samstag 08:00 Rosinen einweichen (20–30 min) und Sauerteig füttern
Samstag 08:30 Teig mischen (Autolyse 30 min) (40 min)
Samstag 09:10 Stockgare mit Dehn- und Faltintervallen alle 30 min für 2 Stunden (3 Stunden)
Samstag 12:10 Rosinen und Butter einarbeiten, abschließende Faltungen (10 min)
Samstag 12:30 Zwischenruhe und formen (20 min)
Samstag 13:00 Endgare bei Raumtemperatur 1,5–2 Stunden oder im Kühlschrank 10–12 Stunden retardieren
Samstag 15:00 Backen (40–50 min)

Wochentag-Version

Abends mischen und am nächsten Morgen backen

Abends 21:00 Teig mischen und erste Faltungen durchführen (30 min)
Abends 22:00 Formen und in den [Banneton](https://amzn.to/4r2duLq) legen, über Nacht kühlen
Nächster Morgen 07:00 Ofen mit [Gusseisentopf](https://amzn.to/4k0AN6f) vorheizen (30 min)
Nächster Morgen 07:30 Backen (40–50 min)

💡 Tipps

  • Wenn der Teig zu schnell aufgeht, im Kühlschrank retardieren, um die Fermentation zu verlangsamen [1]
  • Geformte Laibe können bis zu 24 Stunden gekühlt werden; längere Retarden erhöhen die Säure und festigen die Krume [2]

Schritt für Schritt

1

Früchte einweichen und Sauerteig vorbereiten

Rosinen 20–30 Minuten in warmem Wasser, Milch oder Rum einweichen; abtropfen lassen und etwas Einweichflüssigkeit aufbewahren, wenn du mehr Geschmack willst. Füttere den Sauerteig rechtzeitig, damit er zur Mischzeit aktiv ist. Verwende einen transparenten, geraden Behälter, um die Aktivität des Starters zu beurteilen [1].

✓ Visueller Check: Rosinen prall und leicht glänzend; Starter schäumend und gewölbt
⚠️ Häufiger Fehler: Trockene, nicht aufgequollene Rosinen verwenden → Früchte entziehen dem Teig Feuchtigkeit und trocknen die Krume

⏱ 30 Minuten

2

Autolyse und erste Mischung

In einer großen Rührschüssel Mehle und Wasser kombinieren; so mischen, dass keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. 20–30 Minuten ruhen lassen (Autolyse). Nach der Autolyse Starter und Salz hinzufügen und mit einem Teigquirl oder Löffel einarbeiten, bis alles verbunden ist [1][2].

✓ Visueller Check: Teig ist zusammenhängend, leicht klebrig, aber verarbeitbar
⚠️ Häufiger Fehler: Salz zu Beginn der Autolyse zufügen — Salz verlangsamt enzymatische Aktivität

⏱ 30–40 Minuten

3

Stockgare mit Faltungen

Führe Coil-Folds oder Dehn-und-Falt-Technik alle 30 Minuten in den ersten 2 Stunden durch, um Stärke aufzubauen. Verwende einen Teigschaber, um beim Heben und Falten zu helfen, falls der Teig klebrig ist. Nach den Faltungen den Teig ruhen lassen, bis er um etwa 25–50 % aufgegangen ist [1].

✓ Visueller Check: Teig zeigt Oberflächenspannung und kleine Blasen

⏱ 2–4 Stunden je nach Temperatur

4

Rosinen einarbeiten und Teig anreichern

Auf einer leicht bemehlten Fläche den Teig ausbreiten und abgetropfte Rosinen sowie weich gewordene Butter darauf verteilen. Mit nassen Händen die Rosinen sanft einklappen, um ein Aufreißen zu vermeiden. Du kannst einen Esslöffel der aufbewahrten Einweichflüssigkeit hinzufügen, wenn sich der Teig trocken anfühlt. Zu starkes Arbeiten vermeiden, damit die Rosinen intakt bleiben und sich gut verteilen [2].

✓ Visueller Check: Rosinen verteilt ohne große Klumpen
⚠️ Häufiger Fehler: Alle Rosinen auf einmal werfen und dann kräftig kneten → führt zu Klumpenbildung und Aufreißen

⏱ 5–10 Minuten

5

Vorförmchen und formen

Dem Teig eine kurze Ruhezeit auf dem Arbeitstisch geben (10–15 Minuten). Zu einem Batard oder Laib formen und mit der Naht nach oben in ein bemehltes Banneton legen oder mit der Naht nach unten auf Backpapier, falls kein Banneton verwendet wird. Einen Teigschaber zum Überführen benutzen.

✓ Visueller Check: Gestraffte Oberfläche mit gleichmäßig verteilter Frucht

⏱ 15–20 Minuten

6

Endgare (raumtemperatur oder kalt)

Bei Raumtemperatur gehen lassen, bis der Laib aufgepolstert ist (ca. 1,5–2 Stunden) oder im Kühlschrank 8–14 Stunden retardieren, um Geschmack zu entwickeln und das Einschneiden zu erleichtern [1][2].

✓ Visueller Check: Laib zeigt leichte Volumenzunahme und wackelt sanft

⏱ 1,5–14 Stunden je nach Methode

7

Einschneiden und backen

Ofen mit deinem Gusseisentopf auf 245°C (475°F) für 30 Minuten vorheizen. Laib auf Backpapier stürzen, mit einer Brotlame einschneiden und in den Topf setzen. Mit Deckel 20 Minuten backen, dann Deckel entfernen und 20–25 Minuten weiterbacken, bis tief golden. Mit einem Sofort-Lesethermometer für angereicherte Brote 93–96°C (200–205°F) anstreben [1].

✓ Visueller Check: Tief goldene Kruste, schöner Ofentrieb, Kerntemperatur erreicht

⏱ 40–50 Minuten

8

Vollständig auskühlen lassen

Auf ein Gitter legen und vollständig auskühlen lassen (mindestens 2 Stunden). Das Abkühlen lässt die Krume sich setzen und verhindert Gummigkeit um die Rosinen herum [2].

✓ Visueller Check: Laib nicht mehr warm und Krume gesetzt

⏱ 2+ Stunden

Tipps & Variationen

Variationen

Zimt-Rosine

1–2 TL gemahlenen Zimt zum Mehl geben

→ Klassische Geschmacksverbindung zu Rosinen

Walnuss & Rosine

80g geröstete, gehackte Walnüsse hinzufügen

→ Gibt Knusprigkeit und Komplexität

Rum-eingelegte Rosinen

Rosinen statt in Wasser in Rum einweichen

→ Tieferes, alkoholisches Aroma; zugefügtes Wasser leicht reduzieren

Profi-Tipps

  • 💡 Für gleichmäßige Fruchtverteilung Rosinen während einer späten Stockgare-Faltung und nicht während der Anfangsmischung einarbeiten [2]
  • 💡 Verwende ein gezahntes Brotmesser, um abgekühlte Laibe sauber zu schneiden
  • 💡 Den Laib nach dem Backen mit geschmolzener Butter bestreichen für einen weicheren Glanz und reicheren Geschmack

Häufige Probleme

Häufige Probleme und schnelle Lösungen:

Aufbewahrung

Brotbeutel oder Box

4–6 Tage

Bei Raumtemperatur lagern; Schnittfläche nach unten, um Feuchtigkeit zu halten

Küchentuch

3–4 Tage

In Leinen wickeln, um Kruste und Krume auszubalancieren

Einfrieren

3 Monate

Vor dem Einfrieren in Scheiben schneiden; Scheiben direkt aus dem Gefrierschrank toasten

⚠️ Kühlschrank vermeiden — beschleunigt das Altbackenwerden durch Stärkeretrogradation [1]

Quellen

  1. [1]
    The Perfect LoafThe Perfect LoafLink
  2. [2]
    PlötzblogPlötzblogLink